Mediatization and Mediality of History

Medialität, Intermedialität, Infrastrukturen (2020-2022)

Intermedialität: Die Medienrevolutionen und ihre sozialen sowie kulturellen Folgen
Die Mediengeschichtsschreibung widmet dem intermedialen Charakter von Kommunikationsprozessen laufend mehr Aufmerksamkeit. Das Aufkommen von immer wieder neuen Medien veränderte die Medienhierarchien ständig aufs Neue. Für eine gründliche Analyse des Einflusses der Medien ist es daher unabdingbar, die Intermedialität oder auch die bisweilen konflikthafte Koexistenz von verschiedenen Kommunikationsmitteln sowie die dauernde Weiterentwicklung des medialen Ensembles zu untersuchen.

Die Medien und die Wahrnehmung technologischer Innovationen: der Aufstieg der künstlichen Intelligenz
Die Medien informieren fortlaufend über technische Entwicklungen und leiten dadurch die Debatte über deren Bedeutung in allen Lebensbereichen an, wie sich besonders im Fall der künstlichen Intelligenz zeigt. Aus einer Langzeitperspektive erkennt man, wie die Medien die Prozesse der technologischen Innovation häufig verändert und die gesellschaftliche Wahrnehmung der technologischen Entwicklung gesteuert haben. Gleichzeitig wurden die Medien selbst hiervon beeinflusst.

Kommunikationsinfrastrukturen: wie Technologien Wissen prägen
Infrastrukturen, verstanden als Institutionen und ihre Netzwerke, tragen zum Aufbau und zur Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen, gesundheitlichen, sozialen und kulturellen Standards des modernen und zeitgenössischen Staates bei. Das Konzept der „Infrastrukturen im Kommunikationswesen“ ermöglicht es uns, Studien zur Medialität der Geschichte mit Forschungen zu den Veränderungen der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Strukturen der Moderne zu kombinieren, um dabei die systemische Dimension von Kommunikationsprozessen hervorzuheben. Gleichzeitig sollen die institutionellen, wirtschaftlichen und technologischen Auswirkungen der modernen Mediegeschichte untersucht werden. Über Sammelbände, Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften sowie die Organisation von Konferenzen und Seminaren werden.

 

Medialisierung und Medialität der Geschichte (2017-2019)

Die drei Jahre 2017-2019 boten ISIG die Gelegenheit, sich auf nationaler und internationaler Ebene als Referenzzentrum für die Erforschung der Beziehung zwischen Geschichte und Medien zu etablieren. Das Projekt „Medialisierung und Medialität der Geschichte“ gab den Rahmen für das gemeinsame Forschungsprojekt des Instituts ab. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Rolle der Medien bei der Hervorbringung politischer, sozialer und kultureller Umwälzungen zwischen der Frühen Neuzeit und der Gegenwart. Aus dieser Perspektive heraus werden Medien nicht nur als Spiegel der Realität, sondern als Faktoren betrachtet, die einen unmittelbaren Einfluss auf die Einstellungen und Handlungen von Akteuren haben.